Wir realisierten den Innenausbau mit brandschutztechnischen Anforderungen für einen Neubau im Zürcher Freilager. Dazu gehörten vorgehängte Wandelemente, Wandverkleidungen aus Massivholz-Lamellen, eine Garderobe mit Fächern und eine Revisionsöffnung für die Steigzone. Das Projekt wurde von der Ernst Büroarchitektur AG entworfen.
Für den Neubau im Zürcher Freilager realisierten wir die Wandverkleidung aus Massivholz-Lamellen mit sanft gerundeten Ecken. Im Treppenhaus kamen nicht nicht brennbare Trägerplatten (NBB) zum Einsatz, die mit Eichenfurnier belegt sind. Dadurch konnten die Anforderung an den Brandschutz erfüllt werden, ohne auf die gewünschte Gestaltung mit Holz zu verzichten. Zusätzlich fertigten wir eine Garderobe mit Fächern sowie eine Revisionsöffnung für die Steigzone, die mit einem LED-hinterleuchteten Logo ausgestattet ist – alles in Eiche-Furnier hergestellt und montiert.
Die Oberflächen wurden gebeizt und lackiert, wodurch der natürliche Farbton und die Tiefe des Holzes betont werden und ein widerstandsfähiger Schutz entsteht. Die brandschutztechnische Umsetzung fügt sich visuell stimmig in den holzgeprägten Charakter des Gebäudes ein.
Das Zürcher Freilager wurde 1923 als zollfreies Lagerareal gegründet. Das abgeschlossene Areal mit eigener Bahnlinie und eigener Polizeistation war damals ein wichtiger Umschlagplatz für Waren. Heute ist daraus ein lebendiges Stadtquartier mit Wohnungen, Studentenzimmern, Gewerberäumen und Gastronomie geworden.
Wir setzen Innenausbauten nach Mass leidenschaftlich, zuverlässig und präzise um. In unserer Werkstatt entstehen aus Holz und anderen Materialien nicht nur individuelle Einzelstücke, sondern auch komplette Raumkonzepte. Für das Zürcher Freilager durften wir unser Materialverständnis und unsere Erfahrung im Umgang mit brandschutztechnischen Anforderungen einbringen.
Herzlichen Dank für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.
Architekt: Ernst Büroarchitektur AG
Auftraggeber: Zürcher Freilager AG
Fachbegriffe in diesem Projekt erklärt:
Massivholz-Lamellen sind schmale Holzleisten aus durchgehendem Massivholz. Sie werden für Wandverkleidungen, Decken oder Möbel eingesetzt und verleihen Räumen eine natürliche Struktur. Je nach Anordnung können sie auch die Raumakustik verbessern oder technische Installationen verdecken. Im Zürcher Freilager wurden die Lamellen aus Eiche gefertigt und mit sanft gerundeten Kanten ausgeführt.
NBB steht für nicht brennbare Bauplatte beziehungsweise nicht brennbare Trägerplatte. Sie wird überall dort eingesetzt, wo erhöhte Anforderungen an den Brandschutz bestehen, beispielsweise in Treppenhäusern oder Fluchtwegen. Im Zürcher Freilager wurden die Trägerplatten mit Eichenfurnier belegt. Dadurch konnte die gewünschte Holzoptik umgesetzt und gleichzeitig die Anforderungen an den Brandschutz erfüllt werden.
Eichenfurnier ist eine wenige Millimeter dünne Schicht aus echtem Eichenholz, die auf eine Trägerplatte aufgeleimt wird. Dadurch entsteht die natürliche Optik und Haptik von Massivholz, während Formstabilität, Materialeinsatz und Gewicht optimiert werden. Eichenfurnier wird häufig im hochwertigen Innenausbau sowie bei Möbeln, Wandverkleidungen und Türen eingesetzt.
Als Steigzone bezeichnet man den Bereich eines Gebäudes, in dem Leitungen für Elektro, Wasser, Heizung, Lüftung oder weitere Gebäudetechnik über mehrere Stockwerke geführt werden. Diese Installationen müssen jederzeit zugänglich bleiben. Deshalb werden Steigzonen häufig mit Revisionsöffnungen versehen, die sich unauffällig in den Innenausbau integrieren lassen.
Eine Revisionsöffnung ermöglicht den Zugang zu technischen Installationen, ohne Wände oder Verkleidungen zu beschädigen. Sie dient der Wartung, Kontrolle oder Reparatur von Leitungen und Anlagen. Im hochwertigen Innenausbau werden Revisionsöffnungen so geplant und gefertigt, dass sie sich möglichst unauffällig in Wandverkleidungen oder Möbel integrieren.
Nicht brennbare Trägerplatten kommen überall dort zum Einsatz, wo der Brandschutz besondere Anforderungen stellt. Sie tragen dazu bei, die Ausbreitung eines Feuers zu verzögern und Fluchtwege besser zu schützen. Im Innenausbau können sie mit Holzfurnieren oder anderen Oberflächen belegt werden. Dadurch lassen sich die Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz erfüllen, ohne auf die gewünschte Gestaltung mit Holz zu verzichten.