Die Kirche St. Peter in Zürich zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken der Stadt. Im Rahmen verschiedener Schreinerarbeiten durften wir den historischen Bestand mit neuen Brandschutzlösungen ergänzen, bestehende Türen restaurieren und weitere Schreinerarbeiten für den Kirchenbetrieb ausführen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Brandschutz im denkmalgeschützten Bestand. So wurden neue EI30-Brandschutztüren nach historischem Vorbild gefertigt, die sich harmonisch in die bestehende Architektur einfügen und gleichzeitig den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Nutzung gerecht werden. Das Projekt wurde durch die Sanierung historischer Aussentüren, Reparaturen an bestehenden Holzelementen sowie neue Türen, Möbel und Schreinerarbeiten für den Kirchenbetrieb ergänzt.
Auf der Empore haben wir zwei neue doppelflüglige EI30-Brandschutztüren als Abschluss zu den Treppenhäusern montiert. Die neuen Türen wurden nach historischem Vorbild nachgebaut und erfüllen die heutigen Brandschutzanforderungen.
Im Erdgeschoss durften wir sämtliche Aussentüren restaurieren. Die bestehenden Türen haben wir instand gesetzt, teilweise mit neuen Fluchtwegbeschlägen und Motorschlössern ergänzt und anschliessend für die Restaurierung der Holzoberflächen vorbereitet.
Auf der Empore haben wir verschiedene Holzteile der ursprünglichen Absturzsicherung restauriert. Zusätzlich entstanden ein Schrank mit integrierter Küche als Ergänzung zur bestehenden Hauptküche sowie mobile HiFi- und Stauraummöbel auf Rollen. Die Fronten orientieren sich an der vorhandenen gestemmten Wandtäferung.
Im Untergeschoss ergänzen neue Stahlzargentüren, sämtliche WC-Trennwände und ovale Spiegel in den Nasszellen unsere Schreinerarbeiten.
Historische Kirchen stellen besondere Anforderungen an den Brandschutz. Solange ein Gebäude weiterhin entsprechend seiner ursprünglichen Nutzung verwendet wird, gilt in der Regel Bestandsschutz. Werden Kirchen jedoch zusätzlich für Konzerte, Vorträge oder andere weltliche Veranstaltungen genutzt, können sich die Anforderungen an den Brandschutz verändern. In solchen Fällen müssen die bestehenden Gebäude den heutigen Sicherheitsvorgaben angepasst werden, ohne dass ihr historischer Charakter verloren geht.
Gerade bei historisch wertvollen Kulturgütern besteht die Herausforderung darin, die geforderten Brandschutzanforderungen umzusetzen, ohne die historische Bausubstanz unnötig zu verändern. Neue Türen oder Brandschutzabschlüsse werden deshalb häufig nach historischem Vorbild nachgefertigt oder bestehende Bauteile unter Erhalt des historischen Kulturgutes zu Brandschutzelementen gemäss der aktuellen Brandschutznormen ertüchtigt.
Die Kirche St. Peter zählt zu den ältesten Pfarrkirchen Zürichs und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Besonders bekannt ist ihr markanter Turm mit dem grössten Kirchturmzifferblatt Europas. Der Durchmesser beträgt rund 8,6 Meter.
Der Turm wurde bereits vor dem heutigen Kirchenbau errichtet und diente ursprünglich als Wachturm. Über Jahrhunderte hinweg hielt die Brandwache von hier aus Ausschau nach Feuern in der Stadt. Erst später wurde die Kirche an den bestehenden Turm angebaut.
Bis heute ist der Turm etwas Besonderes: Er gehört der Stadt Zürich, während das Kirchenschiff der reformierten Kirchgemeinde gehört. Die Kirche St. Peter zählt zu den bedeutendsten historischen Kirchen der Zürcher Altstadt und steht unter Denkmalschutz.
Historische Gebäude verlangen nach Erfahrung, Präzision und Respekt vor der bestehenden Bausubstanz. Die Schreinerei R. Brunner AG ist auf historischen Innenausbau, Denkmalpflege sowie Brandschutz im Bestand spezialisiert.
Wir restaurieren historische Türen und Fenster, fertigen Nachbauten nach historischem Vorbild und entwickeln Brandschutzlösungen für denkmalgeschützte Gebäude. Eine lückenlose Dokumentation, präzise Schreinerarbeiten und die enge Zusammenarbeit mit Architekturbüros und der Denkmalpflege sind dabei fester Bestandteil unserer Arbeit.
Vielen Dank für den Auftrag und das Vertrauen.
Architekten und Auftraggeber: Schäublin Architekten AG, Neugasse 6, 8005 Zürich
Fachbegriffe in diesem Projekt erklärt:
Im Rahmen der Schreinerarbeiten wurden auf der Empore neue doppelflüglige EI30-Brandschutztüren nach historischem Vorbild gefertigt. Sie erfüllen die heutigen Brandschutzanforderungen und orientieren sich gestalterisch an den bestehenden Türen.
Zum Projekt gehörten unter anderem die Restaurierung der historischen Aussentüren, neue EI30-Brandschutztüren, Reparaturen an historischen Holzelementen, neue Türen und WC-Trennwände sowie mobile HiFi- und Stauraummöbel und ein Schrank mit integrierter Küche.
Historische Kirchen unterliegen häufig dem Bestandsschutz. Ändert sich die Nutzung oder werden zusätzliche Veranstaltungen durchgeführt, können neue Brandschutzmassnahmen erforderlich werden. Ziel ist es, den geforderten Brandschutz umzusetzen und gleichzeitig möglichst viel historische Bausubstanz zu erhalten.
Bestandsschutz bedeutet, dass bestehende Gebäude unter bestimmten Voraussetzungen nicht vollständig an heutige Bauvorschriften angepasst werden müssen. Ändert sich die Nutzung eines historischen Gebäudes, können jedoch zusätzliche Anforderungen an den Brandschutz entstehen.
Historische Türen werden sorgfältig dokumentiert, instand gesetzt und – wo erforderlich – mit neuen Bauteilen nach historischem Vorbild ergänzt. Ziel ist es, möglichst viel Originalsubstanz zu erhalten und gleichzeitig die Anforderungen an Nutzung, Sicherheit oder Brandschutz zu erfüllen.
Die Kirche St. Peter gehört zu den ältesten Pfarrkirchen Zürichs. Besonders bekannt ist sie für ihr rund 8,6 Meter grosses Kirchturmzifferblatt – das grösste Europas – sowie den Turm, der ursprünglich als Brandwache diente.